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Teilzeitbeschäftigung - Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit

Beschäftigte haben nach bestimmten Gesetzen einen Anspruch auf Verringerung ihrer Arbeitszeit.

Allgemeiner Verringerungsanspruch

Einen Anspruch auf Teilzeitarbeit regelt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Das gilt auch für Beschäftigte in leitenden Positionen.

Voraussetzung

Es gibt einige Voraussetzungen, dass das TzBfG gilt. Der Arbeitgeber muss in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigen. Das Arbeitsverhältnis besteht länger als 6 Monate. Der Antrag muss spätestens 3 Monate vor Beginn der gewünschten Verringerung der Arbeitszeit gestellt sein.

Entgegenstehende betriebliche Gründe

Wenn ein betrieblicher Grund dem Antrag entgegensteht, kann der Arbeitgeber den Antrag ablehnen. Das ist zum Beispiel möglich, wenn die Reduzierung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht.

Verringerungsanspruch in der KAO

Mit Beschäftigten soll auf Antrag die Arbeitszeit reduziert werden, wenn sie mindestens ein Kind unter 18 Jahren oder einen nach ärztlichem Gutachten pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen tatsächlich betreuen oder pflegen und dringende dienstliche bzw. betriebliche Belange nicht entgegenstehen.

Die Reduzierung ist zeitlich begrenzt und kann für bis zu 5 Jahre vereinbart werden.

Beteiligung der MAV

Wenn ein Arbeitgeber einen Antrag auf Reduzierung der Arbeitszeit ablehnen möchte, braucht er die Zustimmung der MAV.

Brückenteilzeit

Zum 01.01.2019 wird ein Gesetz zur Brückenteilzeit in Kraft treten.

Die Brückenteilzeit soll es den Beschäftigten ermöglichen, leichter in einen Vollzeitjob zu wechseln. Umgekehrt können danach aber auch Vollzeitbeschäftigte leichter auf Teilzeit gehen. Der Gesetzentwurf räumt den Beschäftigten das Recht auf eine befristete Teilzeitphase ein.

Hinweis

Weiter Informationen erhalten Sie bei Ihrer MAV.

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